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Auf gepackten Koffern für eine Traumreise: Für Marina Köhncke ist Calma Schelly das Pferd der Wahl für Badminton (Foto Nahr) |
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Auch Marina Köhncke hat eigene Badminton-Erinnerungen, die allerdings etwas gemischt sind: 1994 startete Marina noch unter ihrem Mädchennamen Loheit mit Sundance Kid ins schwere Vier-Sterne-Cross – als Overnight Leader. "Ich wollte unbedingt gewinnen", bekennt sich die Amazone heute zu der guten Portion Übermotivation. Und an dem legendären und heute nicht mehr vorkommenden Luckington Lane-Crossing-Wegesprung passierte es: Marina Loheit ging unsanft zu Boden – aus der Traum vom Badminton-Sieg. "Trotzdem war es ein Erlebnis fürs ganze Leben", schwärmt Marina Köhncke heute noch von ihrer Vielseitigkeits-Traumreise nach Badminton in den 90ern. "Wenn jetzt nicht, wann dann?" Und der Traum wird noch einmal Wirklichkeit: Die Berufsreiterin hat sich recht spät für einen Start in Badminton entschieden. "Wenn man das in Angriff nimmt, dann soll es gut sein, Calma Schelly ist so gut aus dem Winter gekommen, sie ist so gut drauf." Spätestens nach dem Springtraining in Luhmühlen hat sich Marina Köhncke gedacht: "Wenn jetzt nicht, wann dann?" "Sie kann sehr stark werden" Der strenge Winter konnte der Berufsreiterin und der Stute ebenso wenig anhaben wie den anderen Badminton-Startern aus Deutschland. "Wir konnten durchtrainieren, und das gibt dem Reiter sehr viel Sicherheit." Nach dem sehr vielversprechenden 7. Platz beim Drei-Sterne-Saisonauftakt in Fontainebleau zeigte sich die Stute auf bekanntem Kreuther Terrain wieder einmal von der dominanten Seite: "Als wir den Berg hochgaloppiert sind, zog sie schön hoch, da kann sie schon sehr stark werden, aber es hat sich gut angefühlt." "Sie ist ein Porsche" Für Marina Köhncke ist Calma Schelly einfach das ideale Pferd für einen Karrierehöhepunkt wie Badminton: "Sie ist ein Porsche, ein tolles Pferd mit enormem Springvermögen, das sehr viel verzeiht. Das Pferd kann alles, der Reiter ist das Limitierende." |
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In bester Verfassung für Badminton: Andreas Dibowski und Frieda (Foto Nahr) |
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"Sie ist körperlich und mental spitzenmäßig drauf", freute sich Andreas Dibowski nach dem Kreuther Cross über die Verfassung von FRH Fantasia. Die tolle Befindlichkeit der Stute erinnert Dibo an die Form wie im vergangenen Jahr in Luhmühlen. Die Vorbereitung auf den Klassiker in Badminton verlief in diesem Jahr auch wegen des früheren Termins etwas "kompakter" als 2010 mit Butts Leon. "Ich wäre gerne noch eine Prüfung mehr geritten, aber das war nicht möglich." Doch es gibt im Moment nichts, das Dibo beunruhigen müsste: "Ich hatte schon in Fontainebleau einen sehr guten Eindruck, und der hat sich hier in Kreuth bestätigt, ich denke, dass der Plan aufgehen wird." "Fast perfekte Bedingungen" In Sahrendorf hat Dibo der Stute das Gelände geschenkt und ansonsten außer Konkurrenz auf dem Turnierplatz die anderen Teile trainiert: "Das wäre auf der Heimstrecke bei viereinhalb Minuten keine Aufgabe gewesen, hier waren es sechs Minuten, bei vergleichbaren Bedingungen wie in Badminton mit den langen Galoppstrecken, fast perfekte Bedingungen." Vor der Abreise am Dienstag darf Frieda noch Spaß an zwei kleinen Galoppeinheiten haben. "Das ist nur erhaltende Arbeit, nichts Anstrengendes, nur zum Durchpusten." |
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Badminton, EM, Olympia: Andreas Ostholt hat nach dem Klassiker mit Franco Jeas die Championate im Auge (Foto Wolf-Dietrich Nahr) |
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Andreas Ostholt ist sich sicher, dass er für Franco Jeas die Vorbereitungs-Dramaturgie mit der bestmöglichen Motivation gefunden hat. "Er braucht den Wechsel leicht-schwer, für den Kopf eine leichtere Prüfung, bei der man ihn alleine machen lässt und bei der er abschalten kann. Bei der nächsten, größeren Herausforderung ist er dann voll dabei." "Deutlich gereifter" Und Andreas Ostholt ist sehr zufrieden, dass sich Franco Jeas schon in Fontainebleau und nun auch in Kreuth in einer neuen, gereiften Form präsentiert hat: "Er ist deutlich gereifter aus dem Winter gekommen und gut an den Hilfen, er ist einfach in der Ausbildung ein Stück weiter." Andreas Ostholt findet es schade, dass sein Auftritt 2010 in Luhmühlen – trotz hoher Vier-Sterne-Platzierung – einen "falschen Eindruck" hinterlassen hat. Der kernige und griffige Galoppierer habe sich zugegebenermaßen etwas "unreguliert" präsentiert, aber Andreas Ostholt führt dies vor allem auf sein Handicap zurück, dass er in der Heide nach einem Bruch des Handgelenks mit einer Schiene reiten musste und deshalb mit der Hand nicht optimal einwirken konnte. Kein Badminton-Neuling Auch Andreas Ostholt ist kein Badminton-Neuling mehr: 2008 hatte er im Sattel von Lady Lemon praktisch das Ziel schon vor Augen, als sich bei dem Pferd im Cross ein starker Konditionseinbruch bemerkbar machte und der Reiter ohne Stopp den Ritt einstellte – eine professionelle und weitsichtige Entscheidung, denn Lady Lemon fand noch in jener Saison zu ihrer Form mit schönen Platzierungen zurück. "Chance auf eine Platzierung" In Badminton rechnet sich Ostholt diesmal mit Franco Jeas eine "Chance auf eine Platzierung" aus: Die Dressurpunkte im Bereich von 40 bis 45 möchte er "so gut es geht nach Hause fahren". Andreas Ostholt setzt auf das ausgezeichnete Galoppiervermögen von Franco Jeas. "Und er hat die Chance, durchaus im schnelleren Feld mitzulaufen." "Die Karten auf den Tisch" Der Berufsreiter aus Warendorf denkt über den englischen Vier-Sterne-Klassiker und den Tag hinaus: "Natürlich will ich ein gutes Bild abgeben und bei den Trainern die Karten auf den Tisch legen, hoffenlich ist das dann die Eintrittskarte, damit ich beim Championat mitreiten kann." Der WM-Reservist von 2010 meint damit ausdrücklich nicht in erster Linie die EM im August in Luhmühlen: "Der Blick geht eindeutig Richtung Olympia, denn für die EM allein müsste man das Risiko von Badminton nicht eingehen, denn da kann auch viel schieflaufen." Rüder trainierte in Sahrendorf Kai Rüder hat nach eigener Aussage in Badminton mit Leprince des Bois noch etwas gutzumachen, nachdem ein Flüchtigkeitsfehler im 2010er Gelände eine Top-Platzierung vereitelt hat. Der Profi aus Fehmarn beließ es bei der Drei-Sterne-Einstandsprüfung in Fontainebleau (19.) und fuhr in der ersten April-Woche zum Trainieren nach Sahrendorf. Auch diese Paarung ist nach dem Urteil von Bundestrainer Hans Melzer "gesund und topfit". "Der spult sein Programm ab" Anna Warnecke pilotierte Altmeister Twinkle Bee am 1. April in Belton durch eine Advanced-Prüfung, bei der der Ire sicher und Null durchs Gelände lief und den 19. Platz mit nach Hause nahm. Beim wiederholten Badminton-Auftritt des Paares muss der Bundestrainer nicht zittern: "Der spult sein Programm sehr sicher ab." |
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Andreas Ostholt und Franco Jeas stimmen sich auf England ein (Foto Nahr) |
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