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Der CCI***-Sieg in Bramham sorgte für so viel Furore, dass Charlie Weld Begehrlichkeiten geweckt und eine neue Eigentümerin gefunden hat (Foto Trevor Holt)

Saatenunion's Charlie Weld

Noch ein Top-Pferd geht ins Ausland

VON WOLF-DIETRICH NAHR

Mittwoch, 3. August 2011, 22.30 Uhr. Nach dem Verkauf von Butts Leon geht nun ein weiteres Top-Pferd aus dem deutschen Vielseitigkeitsspitzensport ins Ausland: Nach verlässlichen Informationen von buschreiter.de ist der bisher von Kai Rüder gerittene Charlie Weld von der US-amerikanischen Amazone Julian Stiller erworben worden.

Der erst 9-jährige Hannoveraner Wallach ist damit ein weiteres potenzielles Olympiapferd für das US-amerikanische Team. Der Connery-Sohn war zu Anfang der Saison in Marbach beim CIC*** 8. gewesen und sorgte mit dem CCI***-Sieg Anfang Juni im englischen Bramham für erhebliches Aufsehen. Dort wurde die Besitzerin des Gestüts Headley Stud, Julian Stiller, auf dieses Ausnahmepferd aufmerksam. Die in England lebende US-Amerikanerin trainiert gemeinsam mit der Vielseitigkeitslegende Mark Todd und hat erst kürzlich in Deutschland den Vollbluthengst Duke of Hearts xx durch ihren in Deutschland lebenden persönlichen Berater kaufen lassen.

Talent längst erkannt

Schon seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft der Jungen Vielseitigkeitspferde im Jahre 2009 war der vom Connery aus einer Spartan/Tenor Mutter abstammende Hannoveraner in der Szene kein Geheimtip mehr.

Kai Rüder war am Tag nach dem Vertragsabschluss im buschreiter-Interview sichtlich bewegt: "Ich wünsche ihm viel Glück, ich hatte eine tolle Zeit mit ihm, was er gemacht hat, konnte er nicht besser machen." Eigentlich sollte Charlie Weld ja am Wochenende in Malmö am Start sein, aber dieser Event hat sich erledigt. Rüder: "Das ist jetzt sehr schnell gegangen."

Nach Informationen von buschreiter.de hat Julian Stiller den 9-Jährigen am Montag zum ersten Mal ausprobiert – und sie muss sehr von ihm beeindruckt gewesen sein, denn es war dann offensichtlich nur noch eine Frage von Stunden, bis der Kauf abgewickelt war.

Kai Rüder muss sich nun bei seinen Championatsambitionen ganz auf den 12-jährigen Hengst Leprince des Bois konzentrieren. "Er war konstant in den letzten Vier-Sterne-Prüfungen platziert – ich denke, wir können mit einem guten Gefühl Richtung Luhmühlen schauen", sagte Rüder im buschreiter-Interview mit Blick auf eine mögliche Europameisterschaftsteilnahme.

Nach irischem Pub benannt

Der Erfolg hat viele Väter: Charlie Weld aus der Zucht von Dr. Hartmut Schulte-Wiese war im Fohlenalter von Vielseitigkeitsförderer Rolf Hillmann gekauft und von dessen Bereiterin ausgebildet worden, bevor der Wallach an Kai Rüder ging. Seinen Namen verdankt Charlie Weld übrigens einem irischen Pub gleichen Namens in der Nähe von Punchestown, von dem sich Hillmann hat inspirieren lassen.

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