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Leserreaktionen zur neuen Hengstleistungsprüfung So berichtete buschreiter.de bisher über das Thema: Vielseitigkeit einfach ausgeklammert Zuchtfortschritt durch die HLP- Zuchtwertschätzung ? Dr. Marliese Dobberthien schreibt: Melitta Burgers gut recherchierter Artikel zu den Auswirkungen des Berechnungsystems der neuen HLP und die eindrucksvollen Fallbeispiele Claus Schriddes im Züchterforum Dez. 2011 zeigen die Problematik des neuen Konstrukts auf. Da werden nicht nur Hengste im hoher Eigenleistung bei schwachen Zuchtwert (ZW) abgewertet, sondern auch ganze Disziplinen wie die Vielseitigkeit (VS) fallen unter den Tisch. Auch für Veredler- und Leistungsrassen wie xx, ox, Trakehner und ausländische Pferde wird es eng, wenn kein hoher Verwandtenzuchtwert vorliegt. Und wer ginge noch zu Jazz, Vivaldi, Diamant de Semilly, dem Temptation-Sohn Tomahawk (ex Tight Junction), Bretton Woods, Quattro B, Cornet Obolensky u.v.a.m. ? Allesamt ohne HLP-Zuchtwert, weil Ausländer. Glaubt die FN allen Ernstes, die deutsche Pferdezucht könne auf all deren Gene verzichten? Ein Schelm der denkt, das sei Protektionismus. Fortsetzung des Textes hier
Zuchtlinien und Rassen ausgegrenzt Sehr geehrte Damen und Herren des VZAP und ZSAA, sehr geehrte Damen und Herren des Bereichs Zucht der FN, mit Fassungslosigkeit nehme ich als kleiner, aber gewissenhafter Züchter arabischer Vollblutpferde die aktuellen Entwicklungen in der Pferdezucht in Deutschland zur Kenntnis. Nun haben wir also die Zuchtwertschätzung - die Idee als solche schien ja gut, doch die Umetzung grenzt ganze Zuchtlinien und Rassen komplett aus. Was langfristig einen erheblichen Rückschritt bedeuten kann und mit großer Wahrscheinlichkeit sogar wird. Prüfungsentscheidend soll der Verwandtenzuchtwert im Zusammenhang mit der HLP ausgewiesen werden. Eine solche Festlegung ohne echte Leistungs- und/oder Vererbungsdaten halte auch ich für verfrüht sowie falsch, wie bereits Andere vor mir, nicht zuletzt, da ganze Sportzweige, in denen insbesondere die Vollblutrassen ihre Stärken haben, hier vollständig ausgeklammert werden, wie das Distanzreiten und die Vielseitigkeit, die scheinbar keinerlei Berücksichtigung finden. Es wirkt vielmehr, als sei das gesamte Zuchtwertschätzungs-Modell auf bestimmte Zuchtzweige zugeschnitten, die hierdurch protegiert werden. Wo aber bleiben andere Zuchtlinien und ganze Rassen, so wie unsere Vollblüter? Die Zuchtleiter des ZSAA und VZAP müssen sich fragen lassen, was sie dazu bewogen ht, dieses Modell unwidersprochen seinen Weg gehen zu lassen, ohne gegen die die Vollblutrassen stark benachteiligenden Auswirkungen ihr Veto einzulegen?! Wer soll sich nach dieser neuen Zuchtwertschätzungs-Methode noch dazu hinreißen lassen, Vollblüter einzusetzen? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass dies genau zu einem Zeitpunkt eingeführt werden soll, da wieder einzelne Vollblüter, sogar arabische, gezielt für die deutsche Warmblutzucht gekört werden und mit Spitzenstuten angepaart - dennoch kann der Nachwuchs, sollte er denn auch nur gleich gut werden wie das Ergebnis einer Anpaarung mit einem anderen Warmblut, dank seines "Verwandtenzuchtwerts" diesem wohl niemals qualitativ das Wasser reichen - auf dem Papier zumindest, da es eben über dieses Modell bereits vorab als zweitklassig degradiert wird, statt sich unabhängig von seiner Abstammung allein auf die tatsächlich vom Hengst selbst erbrachten Leistungen zu beziehen. Eine solche Datenbank muss wachsen, nicht "mit der Brechstange" mit Daten, dazu noch unvollständigen, gefüllt werden - erst und nur dann können sie eine sinnvolle Unterstützung züchterischer Planung bieten und damit das Ziel erfüllen, das von den Verbänden und ihrem Dachverband, der FN, proklamiert wurde. Ich appelliere daher im Interesse der deutschen Vollblutzucht, insbesondere den ohnehin bereits stark angeschlagenen arabischen Rassegruppen daran, diese Empfehlung nicht umzusetzen, bevor sie nicht eine deutliche und alle Rassen gleichermaßen vertretende Überarbeitung erfahren hat - es ist hier insbesondere die Verantwortung der Zuchtleiter gefragt, in deren Verantwortungsbereich die Entscheidung fällt, ob den Richtlinien gefolgt wird oder eben gerade nicht, was aus meiner Sicht de derzeit einzige Möglichkeit darstellt, weiteren Schaden vom arabischen Vollblut und den übrigen arabischen Rassegruppen abzuwenden. Mit noch nicht gänzlich resignierten Grüßen Sabine Hallmann
Missstände sind allen bekannt Frau Burger hat in ihrem sehr gut geschriebenen Artikel ja schon fast alles gesagt. Auch die Hengsthalterversammlung war sich einig. Ich war dort anwesend. Nicht ein einziger Hengsthalter hat sich für den Erhalt des Pedigree-Index stark gemacht. Als Hengsthalter mit zwei Blütern bin ich besonders betroffen. Gerade ein Hengst wie Fandsy *AA* ist als Vatertier vollkommen ausgegrenzt. Er ist Vollblüter – null Index. Er ist Vielseitigkeitspferd – null Index. Er hat seine Erfolge im Ausland errungen – null Index. Die Missstände sind allen bekannt, nur die Verantwortlichen unternehmen nichts! Bei mir macht sich eine gewisse Resignation breit. Ich glaube, die Zuchtverantwortlichen in der FN sind der irrigen Meinung, dass wir auch ganz gut ohne Vollbluteinkreuzungen auskommen. Die Vergangenheit hat es anders gelehrt und die Zukunft wird uns bitter eines Besseren belehren!! Mein Vorschlag: Pedigree - Index von der Hengstleistungsprüfung abkoppeln; Vollblüter, Araber und Angloaraber mit einem Punktebonus versehen ( oder gesondert bewerten); ausländische Erfolge, zumindest soweit international errungen, mitbewerten. Hier ein kleines Rechenbeispiel anhand eines unserer diesjährigen Fohlen: Vater: Fandsy AA, Vollblutangloaraber mit Rennerfolgen, Ausländer, Erfolge im Ausland bis CIC*** Mutter: Speckles, British Sporthorse, ¾-Blüter, Ausländer, Erfolge bis CIC**, Vollschwester zu CCI**** -Pferd Avebury von Andrew Nicholson Muttervater: Jumbo, Halbblüter, Ausländer, erfolgreich bis CCI***, Dressur Intermediaire, Springen Kl. S, Vater von zahlreichen internationalen Militarypferden bis CCI****, Vater von mehreren gekörten Hengsten. Muttermutter: Vollblutstute mit Rennerfolgen und Mutter mehrerer international erfolgreicher Vielseitigkeitspferde. Wären dieses alles deutsche Pferde mit Erfolgen in Springen oder Dressur, würde ein gekörter Hengst aus dieser Anpaarung mit einem überragenden Pedigree – Index in eine HLP gehen. In unserem Falle ist alles null und nichtig. Wir hatten „Glück“, es ist ein Stutfohlen. Das Argument, Änderungen wären zu teuer oder zu aufwendig, kann ja wohl nicht zählen. Die finanzielle und arbeitstechnische Hauptlast bei der Hengstaufzucht und Haltung liegt ja wohl noch eindeutig beim Züchter! Ich hoffe sehr, die Diskussion auf Ihrer Plattform dringt bis zu den Verantwortlichen vor. Dr. Frank Lehnhardt
Sportpferdezucht steht auf dem Spiel Die Theorie, dass man aus den Erfolgen der Vorfahren auf die Leistungsfähigkeit der Nachkommen schließen kann, dürfte jeder von uns aus Erfahrung als falsch darstellen können. Die Meinung Nobelpreisträger x Professorin ergibt mindestens einen Hochschulabsolventen, wurde bereits im 20. Jahrhundert ad absurdum geführt. Letztendlich ist jedes Pferd ein Individuum, was seine Leistung auch selbst beweisen und nicht auf die Erfolge irgendwelcher vieldeckender Vorfahren aufbauen sollte. Wenn diese Form der HLP weiter Verwendung findet, setzen wir unsere gesamte Sportpferdezucht aufs Spiel. Mit der Form der heutigen Körung verlieren wir schon den Teil der spätreifen Junghengste, die gar nicht erst vorgestellt werden. Junghengste mit einem "negativen" Verwandtenzuchtwert werden folgen. Kaum ein Hengsthalter wird noch Geld in Junghengste investieren, die schon aufgrund der Abstammung keine gute Prüfung machen können. Na ja, irgendwann werden dann in Hannoland nur noch S und D-Pferde rumlaufen. Wird bestimmt interessant, wie das dem Ruf der Hannoveraner als Sportpferdezucht guttun wird... Martina Junkert
Völlig unzutreffender Eindruck Der Artikel ist sehr gut recherchiert und packend geschrieben, vermittelt aber einen völlig unzutreffenden Eindruck vom Verantwortungsbewusstsein der zuchtverantwortlichen Hauptämtler. Seien Sie getrost, deren Herz schlägt durchaus auch für den Busch. Ihre Interessen sind dort in guten Händen. Kein Thema hat die letzte zweitägige Sitzung in Warendorf so dominiert. Gert Gussmann, Zuchtleiter BW (Heraldik, Stan the Man, Cavallieri...)
Die guten Hände Da blieb mir doch beim Lesen des Briefes von Herrn Gussmann kurz die Luft weg! "Seien Sie getrost, deren Herz schlägt durchaus auch für den Busch. Ihre Interessen sind dort in guten Händen. Kein Thema hat die letzte zweitägige Sitzung in Warendorf so dominiert." Was bitte möchte Herr Gussmann denn damit sagen? Ganz platt übersetzt liest es sich doch wohl so wie "nun schweigen Sie mal fein still, Sie haben zum einen keine Ahnung und zum Anderen fehlt Ihnen wohl der Blick für das große Ganze". Werter Herr Gussmann, wollen wir uns ebenso darauf verlassen, wie wir es aufgrund von mangelnder Information in Richtung Basis schon bei Einführung des Chips und seinen katastrophalen Auswirkungen bezüglich des Heißbrandes getan haben? - Gegen das Ergebnis dieser Angelegenheit in "GUTEN HÄNDEN" kämpfen wir nun und das leider wohl leider auf sehr verlorenem Posten! Oder meinen Sie mehr so, wie bei dem Super-Vorschlag der (Gott sei Dank aus Protest wieder gekippten) Blood-Rule? Oder wie genau definieren denn Sie die GUTEN HÄNDE, wenn ausnahmslos jeder bislang befragte Hengsthalter und/oder Züchter - und seien Sie hier gewiss, es sind mehr als fünf Leutchen! - dieses neue System ablehnt Für wen glauben die GUTEN HÄNDE denn bitte zu arbeiten, wenn Sie nicht auf die Einwände der Basis hören? Und wer, glauben die GUTEN HÄNDE eigentlich, bezahlt ihr Gehalt? Wie bitte verstehen denn die GUTEN HÄNDE ihren Auftrag, wenn nicht in der Vertretung der Interessen ihrer zahlenden Mitglieder? Welche Arroganz tragen denn die GUTEN HÄNDE mit sich, wenn sie es nicht für notwendig befinden, die Argumente und wirtschaftlichen Ängste zu berücksichtigen? Simone Schönbeck
Eine Chance für den Sport Wenn die Hengstleistungsprüfung tatsächlich so geändert wird, wie in dem Bericht dargestellt, dann bestätigt dies nur eins: Bei der Vielseitigkeit geht es um vielseitigen Sport -- beim Springreiten - und erst recht bei der Dressur - geht es primär um viel(seitiges) Geld. Da die Vielseitigkeit nur in ganz wenigen Ausnahmefällen finanziell interessant ist, kann man sie (aus FN-Sicht) auch ganz entfallen lassen. Wichtiger aus Sicht der FN sind die publikumswirksamen, geldbringenden Erfolge - und sei es durch solche, von dem Sport unwürdigen Teilnehmern. Die Zukunft liegt zudem in der industriellen Pferdeproduktion Marke Schockemöhle. Da ist kein Platz für die wenig rentablen Blutpferde, die dann auch noch (im sportlichen Sinne erfolgreicher sind. Ich sehe dies jedoch als Chance. Chance, dass die Vielseitigkeit primär Sport bleibt und nicht, wie in der Dressur und im Springreiten, nur noch Mittel zum Zweck, d.h. nur Geschäft ist. Hartmut Lemke
Sehr gut recherchiert Bericht über HLP und Blüter wieder top und sehr gut recherchiert!! Muss zwischendurch auch mal wieder gesagt werden… Andreas Baumann
Ruinös für das Edelblut Ein gut recherchierter und verständlich geschriebener Artikel! Diese unsägliche ZWS, die a) schon immer die Vieldecker begünstigte, die es b) schon immer vermissen ließ, die Anzahl der sportlichen Nachkommen in Relation zur Gesamtnachkommenzahl zu setzen und die c) die Erfolge in der Vielseitigkeit schon immer unberücksichtigt ließ, bekommt nun zu allem Übel auch noch einen hoch prominenten Platz! Sie wird dem Junghengst mit seiner HLP angeheftet. Wenige gewinnen, viele verlieren...... - drastische Auswirkungen auf die Zucht, auf die "Wertigkeit" weniger populärer Stämme, schlussendlich ruinös für Edelblut. Es bleibt fest zu hoffen, dass die Verantwortlichen in ihren nun kommenden Klausurtagungen entsprechende Änderungen vornehmen werden. Simone Schönbeck
Wertvolle Gene gehen verloren Hätte man im Vorfeld die Züchter, also die Praktiker, gefragt, bin ich mir sicher, dass ein ganz anderes Ergebnis herausgekommen wäre. Genau das ist das Übel: Zuchtpolitik hat sich verselbständigt und wird ausschließlich von Funktionären betrieben, die meinen, die Leute, für die sie eigentlich arbeiten sollten, völlig außen vor lassen zu können. Was dabei herauskommt, wenn einige wenige meinen, sie könnten das schon richten und brauchen die Masse nicht, kann man an vielen Stellen sehen: Blood-Rule, Viehverkehrsordnung, Mehrwertsteuer, Heißbrand, Verkaufsrecht und jetzt eben auch an der HLP. Wir brauchen Hengste, die sich jeder für sich praktisch beweisen - in Leistung wie auch in der Vererbung. Was wir nicht brauchen, sind Hengste, die uns allein auf Grund irgendwelcher für den "Normalzüchter" nicht nachvollziehbarer Rechenwege als toll verkauft werden. Wie viele Vollbrüder gibt es, die völlig unterschiedlich in beiden Bereichen wirken! Fast alle Hengste, die wir bislang genutzt haben und die gute Nachzucht brachten, wären nach dem neuen System wohl nicht mehr zu empfehlen. Wertvolle Gene gehen so verloren. Damit wird nach meiner Meinung kein Zuchtfortschritt erreicht. Astrid Becker
Was hat das mit Prüfung zu tun? Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der HLP um eine Leistungsprüfung und keine Abstammungsprüfung, sonst würde sie ja Hengstabstammungsprüfung heißen. Professor mal Professor gibt, wie wir alle wissen, noch lange keinen Doppeldoktor. Ich zermartere mir das Hirn, wie Menschen auf die Idee kommen, so ein Prüfungssystem überhaupt ernsthaft etablieren zu wollen. Aber halt: Da stimmt das Wort schon wieder nicht. Es ist ja gar keine wirkliche Prüfung. Ein Hengst, der "unbedeutende" Eltern hat, muss hier nicht nur sehr gut, sondern außerirdisch sein, um seine Prüfung zu bestehen. Und umgekehrt: Ein Hengst, der diese hoch bewerteten Eltern hat, braucht nichts weiter zu tun, als durch diese Prüfung zu "wackeln". Das heißt unterm Strich: Ein Hengst "schlechter" Eltern, der gradeso besteht, ist leistungstechnisch eigentlich viel höher anzusiedeln als einer, der hohe Verwandtenwerte aufweist. Da sind wir wieder beim Anfang: Was hat das mit Prüfung zu tun? Auf einem Papier kann man nicht reiten. Wenn sich das bis Warendorf noch nicht rumgesprochen hat, dann tut es mir leid. Was wird denn die Konsequenz am Ende sein: Wer z.b. mit Blut züchten will, wird entweder aufhören oder - wenn er vom Pferd überzeugt ist - auf die etablierten Verbände pfeifen und sich einfach einen Equidenpass holen. Beides kann nicht die Lösung sein. Genau so wenig wie diese Pferde zu Exoten zu machen und dafür Ausnahmeregelungen zu entwickeln. Wenn die Absicht sein sollte, die Zahl der Hengste in der Zucht zu begrenzen, könnte man auch einfach weniger Hengste kören. Dann bräuchte man keine so künstlichen Ausschlussverfahren zu etablieren. Was nützt es denn, wenn ich 100 köre und am Ende bestehen 70 die Prüfung nicht? Ich gratuliere jedenfalls Michael Schumacher schonmal zu seinem Weltmeistertitel 2012 in der Formel Eins, weil der schließlich einen Mercedes fährt und keinen Red Bull! Kai Jasper Spengemann
Triumph des Durchschnitts Dr. Hubertus Schmidtlein vom Gestüt Heidekaten reflektiert die Problematik: Die Zuchtwertschätzungen sind – mathematisch gesehen – Durchschnittswerte, sie beruhen auf Berechnungen der Durchschnittssportleistung aller Nachkommen eines Hengstes und setzen diese in Bezug zu den Durchschnittssportleistungen der Nachkommen der konkurrierenden Zuchthengste. Sie sagen nichts über die Spitzen-Nachkommen aus. Fortsetzung des Textes hier
Die Warendorfer Phalanx Ich muß doch hier einmal der Zuchtverband Baden-Württemberg, bzw dessen Leiter Gerd Gußmann in Schutz nehmen. Es gibt nicht viele Verbände, die dem Thema Vollblut so tolerant und aufgeschlossen gegenüber stehen. Ich denke, ich kann das beurteilen, da wir schon seit einigen Jahren mit Vollblut, mal auf der Mutter- und mal auf der Vaterseite, züchten. Aber leider kann sich Herr Gußmann alleine nicht gegen die Warendorfer Phalanx durchsetzten und behaupten. Die Züchter von VS-Pferden waren immer schon Idealisten und in der Minderheit gegenüber der Armada der Spring- und Dressurpferdezüchter. Ich verstehe sein Statement auch nicht ironisch oder von "oben herab", sondern durchaus ernst gemeint und betroffen. Dass dies so ist, zeigt auch eine Initiative des ZV BW, die bei der IGV-Sitzung vorgetragen wurde. Hier wird es eine Erweiterung der Förderungen für Nutzer von Vollblut in der Zucht geben. Und wenn Sie in Ihrem Schreiben, Frau Schönbeck, die Chip-Problematik ansprechen so ist die mangelnde Information mit Sicherheit nicht Herrn Gußmanns Schuld. Schließlich hat er bereits im Jahre 2004 darauf hingewiesen, daß dieses Problem auf uns zukommen wird. Er hat ausdrücklich vor den Gefahren gewarnt. Aber entweder hat keiner darauf gehört, es nicht geglaubt oder es war ihnen egal. Ihren sicherlich berechtigten Zorn und Ihre Frustration sollten Sie der FN-Abteilung Zucht darlegen. Der Zuchverband Baden-Württemberg ist sicherlich der allerverkehrteste Adressat. Marisa Schädler
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