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Die personifizierte Vielseitigkeit: Jorg Freiherr von Imhoff (Foto www.fotoagentur-dill.de)

Jörg Freiherr von Imhoff:

Ein Vollblut-Horseman feiert den 70.

Internationaler Vielseitigkeitsreiter, Richter, Parcoursbauer und Züchter erfolgreicher Trakehnerpferde: Jörg Freiherr von Imhoff ist ein Horseman durch und durch, eine Autorität mit menschlichen Zügen, einer, der der Vielseitigkeit viele positive Impulse gegeben hat. Er vollendet am 15. April 2010 sein 70. Lebensjahr (Foto: www.fotoagentur-dill.de).

Hier eine Geburtstags-Laudation von www.trakehner-bayern.de:

Aus einer reitsportbegeisterten Familie aus dem Raum Coburg stammend, hat sich Jörg von Imhoff nach dem Jurastudium sehr rasch ausschließlich der Jagd, Pferdezucht und dem Vielseitigkeitssport verschrieben. Er ist ein richtiger Landmensch, lebt seit Jahren mit seiner Frau Irene, Hunden und Pferden in der Nähe von Würzburg im Fränkischen. Wer ihn kennt, weiß, dass seine ganze Liebe Land, Leuten und Pferden in Irland gilt, von wo er eine Reihe bester Stuten nach Deutschland brachte. Man fragt sich, auf welche Art es dem Baron gelingt, den durchaus als Pferdekennern renommierten Iren immer wieder erstklassige Vollblutstuten abzuluchsen.

   Punchestown Lady xx war so eine. Mit ihr schaffte es Jörg von Imhoff in geduldiger Kleinarbeit bis in den internationalen Sport. 1977 war er mit der Stute in Achselschwang hochplatziert. Die Prüfung gewann damals Martin Plewa mit Habicht – und der war auch der Vater von Punchestown Ladys Sohn Parforce. Wie seine Mutter ist auch er ein außergewöhnliches Pferd: Erfolgreich im Springsport bis zur Klasse S, trotz nicht gerade überwältigender Stutenzahlen Vater u.a. von Phantom (Stephanie Boniberger, Springen bis S), Malvino (Dressur bis M, Springen bis S), Fellino (Dressur bis M) und natürlich Vater der internationalen Vielseitigkeitspferde Banteer und Bunbury. Parforce deckt noch heute bei Hans Magers auf dem Wöllriederhof in Rottendorf.

   Ballyvergin Lady xx war auch so eine. Ihre Insterfeuer-Tochter Balzjagd wurde Mutter des Balzflug, der nicht nur selbst große Erfolge im Dressurviereck feierte, sondern in Deutschland und Holland als Deckhengst sehr gefragt war. Ballyvergin Ladys Insterfeuer-Sohn Bukephalos, ein Jahr jünger als seine Vollschwester, gehörte bei aller Größe zu den wertvollsten und härtesten Hengsten der Zucht. Selbst erfolgreich bis zu CCI**-Prüfungen, hatte er im Deckeinsatz sehr unter seiner ungewöhnlichen Roan-Farbe zu leiden. Gerhard Schickedanz holte den Hengst schließlich nach Kanada, wo er seinen Lebensabend verbrachte. 2000 folgte ihm als Nachfolger auf dem Gestüt Galten Farms sein bester Sohn Heling (Fuchs, a.d. Halima v. Elitehengst Consul).

   Jörg von Imhoff hat auch für andere deutsche Gestüte weitere Vollblutstuten aus Irland geholt. Das renommierte Trakehnergestüt Hörstein in Alzenau bei Aschaffenburg zum Beispiel sicherte sich Shannon Symphony xx, Gestüt Altefeld griff zu, als Rathkeale xx zum Verkauf stand, und Hans Magers züchtete mit Euphony xx – um nur einige zu nennen. Immerhin war von Imhoff einer der ersten Züchter, die auf Vollbluteinsatz von der Mutterseite her setzten. Der Idealtyp des National Hunt Horse irischer Art schwebte ihm vor – blutgeprägt, aber mit Blick auf gute Springveranlagung und Ausdauer für lange Distanzen. Aber trotz des hohen Vollblutanteils kennt der Baron kein Pardon beim Fundament – das muss unbedingt stabil sein …

   Bachcantate xx, Ballyvergin Ladys Pasteur xx-Tochter, hat Jörg von Imhoff seine beiden im Sport erfolgreichsten Zuchtprodukte zu verdanken. Angepaart an Imhoffs selbstgezogenen Hengst Parforce, brachte sie unter anderem die beiden Stuten Banteer und Bunbury. Banteer machte unter Dr. Matthias Baumann während ihrer Sportkarriere ihrem Spitznamen „Busch-Ferrari“ alle Ehre. Bubury, die Prämien- und Staatsprämienstute ist, ihre Stutenleistungsprüfung gewonnen hat und außerdem bis zur höchsten Klasse Sporterfolge aufzuweisen hat, katapultierte den Nachwuchsreiter Michael Jung in den vergangenen beiden Jahren in die nationale Spitze.

   Härte und Leistungsvermögen sind die Kriterien, nach denen Jörg von Imhoff seine Pferde kauft und seine Stuten anpaart. Keine Überraschung, dass dabei auch gelegentlich experimentiert wird. Sicher ist er absoluter Vollblutliebhaber, freilich steht er auch zur Trakehnerzucht, die allermeisten seiner Produkte tragen den Elchschaufelbrand. Aber dennoch hat er die Halbschwester von Banteer und Bunbury auch mal von Almé Z decken lassen. Der Respekt vor der Leistung ...

So weit die Laudation von www.trakehner-bayern.de.

Jörg Freiherr von Imhoff ist einer der besten Vielseitigkeitsrichter im Lande. Und er widmet seine Erfahrung und sein großes Urteilsvermögen nicht nur den großen Events, sondern er sitzt bei vielen Basisprüfungen im Richterhaus und genießt den Ruf, ein gerechter Motivator auch junger, unerfahrener Vielseitigkeitsreiter zu sein. Als Ausbilder und Trainer vermittelt er seinen unendlichen Fundus reiterlicher Erfahrung einem großen Kreis von Buschreitern. Vielen Offiziellen, Reitern und Fans des Vielseitigkeitssports gilt er als eloquenter, kontaktfreudiger und freundlicher Gesprächspartner. www.buschreiter.de wünscht dem Jubilar noch viel Freude am Sport, Gesundheit und Glück - auch bei den weiteren züchterischen Vorhaben.

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