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Janet Wiesner und Golden Joy waren bestes Paar bei der Ländlichen EM in England (Archivfoto Julia Rau)

Ländliche Europameisterschaft

Bronze für Deutschland und Einzelgold für Austria

Die deutsche Mannschaft hat mit 349,6 Minuspunkten die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter in Aston-le-Walls gewonnen.

Die Goldmedaillen ging an den Gastgeber Großbritannien (312,5), Silber an Belgien (339,4). Beste Deutsche in der Einzelwertung war Janet Wiesner (Frankenberg) mit FST Golden Joy. Ebenfalls platzieren konnte sich Anna Schulze Zurmussen (Everswinkel) mit Bright Prospector xx. Sie wurde Elfte.

Top auf den Dressurvierecken

Die Europameisterschaften begannen gut für die Titelverteidiger aus Deutschland. In der gemeinsam gerittenen Mannschaftsdressur, der „Spezialität“ dieser EM, setzte sich das Sextett von Equipechef Roger Böckmann (Lastrup) an die Spitze. In den Einzeldressuren konnten die sechs deutschen Teamreiter diese Position dann behaupten.

Nach der Halbzeit wendete sich jedoch das Blatt. Der Geländeritt erwies sich schwieriger als erwartet. Jetzt trumpften die bislang an vierter Stelle liegenden britischen Reiter auf und eroberten sich die Führung. Die Bilanz aus deutscher Sicht fiel bescheidener aus: zwei Reiter ohne Hindernisfehler – Janet Wiesner mit FST Golden Joy und Anna Schulze Zurmussen mit Bright Prospector – , zwei Reiter mit je einer Verweigerung – Sonja Buck (Pfalzgrafenweiler) mit Ohio und Judith Sommer (Immenhausen) mit Pipers Promise – und zwei Paare, die auf dem Kurs ausscheiden mussten: Roland Harting (Königswinter) mit Lux und Westfalenmeisterin Anna-Maria Rieke (Witten) mit La Petite.

Einzelreiterin ausgeschieden

Damit fiel die deutsche Mannschaft zunächst auf Platz vier zurück. Ausscheiden musste im Cross auch die deutsche Einzelreiterin Carola Bierlein (Unterbuchfeld) mit Lucky Little Emil.

Im abschließenden Springen konnten die Deutschen allerdings Bronze zurückgewinnen: Wiesner blieb fehlerfrei (56,9), Zurmussen leistete sich nur einen Abwurf. Jeweils zwei Abwürfe gingen auf das Konto von Buck und Sommer, die damit nicht mehr einzeln platziert wurden. Zusammen fast 50 Punkte mussten sich die Österreicher im Parcours anrechnen lassen, die ebenfalls nur noch mit vier Paaren im Rennen lagen. Damit kamen sie 370,5 Minuspunkte, mussten den Deutschen den Vortritt lassen und fielen selbst auf Rang vier zurück.

Dobretsberger und Excalibur gewinnen Gold

Aber auch für sie endete die EM versöhnlich dank Einzel-Gold für Charlotte Dobretsberger mit dem von Sissy Max-Theurer gezogenen Excalibur MT v. Ex Libris - Rubinstein (44,3). Diese blieb im Springen fehlerfrei, ebenso wie die Britin Mary Ann Carpenter mit dem Holsteiner Alles klar v. Aljano (45,6), die Silber holte. Der nach Gelände führende Belgier Frederik Smet hatte zwei Abwürfe und landete mit United auf dem Bronzerang (51,3).

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Ländliche Europameisterschaft 2011:

Deutsches Team ist Dressursieger

Mit der „Spezialität“ dieses Championats, der Mannschaftsdressur, begannen die Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter in Aston-le-Walls in Großbritannien.

Mit 70,8 Minuspunkten übernahm das deutsche Sextett mit Sonja Buck (Pfalzgrafenweiler) mit Ohio an der Tête die Führung. Mit ihr auf dem Viereck waren Anna Schulze Zurmussen (Everswinkel) mit Bright Prospector xx, Judith Sommer (Immenhausen) mit Pipers Promise, Janet Wiesner (Frankenberg) mit FST Golden Joy, Roland Harting (Königswinter) mit Lux und Anna-Maria Rieke (Witten) mit Petite Dame.

Die belgische Mannschaft folgt mit 76,9 Minuspunkten auf Platz zwei. Den dritten Platz belegen nach der ersten von vier Teilprüfungen die Reiter aus Österreich (85,0).

Für das englische Team reichte es nur zum vierten Rang (90,0). Für die britische Mannschaft starten die Mitglieder eines eigenen Verbandes der „ländlichen Reiter“. „Dieser hat im Land großen Zulauf und richtet in Aston-le-Walls parallel zu den EM auch seine nationale Meisterschaft aus. Morgen werden dazu 600 Pferde erwartet“, sagt der deutsche Equipechef Roger Böckmann (Lastrup), der beim Bericht über den EM-Austragungsort Washbrook Farm, Heimat des internationalen Vielseitigkeitsreiters Nigel Taylor, ins Schwärmen gerät. „So eine Anlage habe ich selten gesehen“, so Böckmann. „Vor allem der Geländeplatz ist sensationell. Da passt der Warendorfer Vielseitigkeitsplatz vier Mal hinein und es gibt Hindernisse von E bis S. Am letzten Wochenende fand hier eine nationale S-Vielseitigkeit mit sieben Abteilungen statt.“

Die EM wird morgen mit der Einzeldressur fortgesetzt. Damit beginnt auch die Einzelwertung des als internationale Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC**) ausgeschriebenen Championats. Das Ergebnis der Mannschaftsdressur ist dagegen mitentscheidend für die Vergabe der Teammedaillen. Bei der letzten EM vor zwei Jahren gewann Deutschland mit einem Hundertstel Vorsprung vor Belgien, darüber gab es Gold Ina Tapken mit London Return in der Einzelwertung und Silber für Antje Deparade mit Komtess.

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