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Marius und Hinrich Romeike im olympischen Cross in Hongkong: Nach einer erneuten Verletzung des Schimmels ist an einen Championatseinsatz erst einmal nicht zu denken (Archivfoto Julia Rau) |
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Marius Voigt-Logistik Der Super-Schimmel muss erneut pausieren VON WOLF-DIETRICH NAHR Unerfreuliche Nachrichten aus der Tierklinik: Marius Voigt-Logistik von Hinrich Romeike hat wieder mit seiner alten Verletzung zu kämpfen und wird wohl in der Saison 2010 nicht mehr im Spitzensport zum Einsatz kommen. Der Reiter erklärte auf Anfrage von buschreiter.de, dass Marius' alte Fesselträgerverletzung leider wieder aufgebrochen sei. Dies sei in der Tierklinik Telgte von Dr. Karsten Weitkamp, ehemaliger Mannschafts-Veterinär des Vielseitigkeitskaders, festgestellt worden. "Marius wird wohl in diesem Jahr kein besseres Turnier mehr gehen", sagte Hinrich Romeike. Nominierung unter Vorbehalt Der 16-jährige Schimmel hatte sich im Frühjahr 2009 jene Fesselträgerverletzung zugezogen und war nach langer Pause von Romeike sorgfältig wieder aufgebaut worden. Der amtierende Mannschaftsweltmeister und Doppelolympiasieger von Hongkong sollte für einen Einsatz bei den Weltreiterspielen in den USA im Herbst vorbereitet werden. Romeike und Marius stehen auch auf der WM-Longlist, die in Luhmühlen veröffentlicht worden ist. Der Vorbehalt von DOKR und Vielseitigkeitsausschuss war allerdings gewesen, dass das Paar beim CCI*** in Strzegom eine entsprechende Qualifikation schafft. Nach den FEI-Bestimmungen müsste das Paar bis 16. August ein CIC***- und ein CCI***-Qaulifikationsergebnis erbringen. "Ein sehr gutes Gefühl" Marius ging dann am Samstag als Dressursieger ins Gelände der Drei-Sterne-Prüfung, wo es formal zu einer Verweigerung kam, weil Marius so mächtig ins Wasser gesprungen war, dass der Reiter kurz aus dem Konzept geriet und den schmalen Aussprung auf gebogener Linie im ersten Anlauf gar nicht anreiten konnte. Romeike: "Ich bin da eine Moment nur schlecht gesessen, sonst hatte ich ein sehr gutes Gefühl." Schnurstracks nach Telgte Nach dem Cross allerdings sei Marius "nicht ganz klar und taktunrein" gegangen. Hinrich Romeike entschloss sich, den Schimmel im Springen nicht mehr vorzustellen und fuhr mit ihm schnurstracks nach Telgte (wie am Sonntag von buschreiter.de schon ausführlich berichtet). Dort stellte Dr. Weitkamp nach Angaben von Hinrich Romeike fest, dass "im Bereich der alten Verletzung" wieder ein Problem aufgetreten ist. Das linke Bein sei entzündet und druckschmerzempfindlich. "Noch ein paar schöne Turniere" Marius ist weltweit eines der erfolgreichsten Vielseitigkeitspferde, das regelmäßig Vier-Sterne-Strecken wie Ponykurse hat aussehen lassen. Aus Hongkong und Aachen hat er drei Medaillen mitgebracht. Außerdem gehörte er in Athen dem Gold-Team "der Herzen" an, das wie Bettina Hoy und Ringwood Cockatoo nach einer äußerst umstrittenen Sportgerichtsentscheidung höchstes olympisches Edelmetall wieder verloren hat. Doch Romeike und Marius waren in der Einzelwertung in Athen wie in Aachen bei den Weltreiterspielen 5. gewesen. 2003 bis 2008 spielte das heute schon legendäre Paar bei allen internationalen Championaten eine tragende Rolle. Hinrich Romeike am Montag im buschreiter-Interview: "Ich hoffe natürlich, dass er zurückkommt und ich mit ihm noch ein paar schöne Turniere gehen kann." So berichtete buschreiter.de: Wunderschimmel spielt mit zwei Sternen Ein Fenster für den Superschimmel
Lesermeinungen Noch ein paar schöne Runden Schade um Marius und Hinni Romeike. Ich hätte sie gern in Kentucky gesehen. Doch auch schön zu erleben, dass der Horseman Hinni Romeike Marius im Springen nicht mehr vorgestellt hat und gleich nach Telgte zum Gesundheits-Check gefahren ist. Ich drücke die Daumen, dass die beiden wieder kommen und noch ein paar schöne Runden im Cross gehen können. Harald Bloch Was muss dieses Pferd noch beweisen? Lasst es gut sein! Was muss uns dieses großartige Pferd eigentlich noch beweisen? Meine Meinung: Nichts! Ich habe in Sachen "Marius" eigentlich nie an Kentucky 010 geglaubt. Der Schimmel tritt am Zenith seines Könnens ab - großartig und danke, Marius! Er wird uns sicherlich fehlen, weil Zuverlässigkeit in dieser Art und Weise leider nicht Alltag sind - nicht bei Mensch und nicht bei Tier. Deshalb wird uns auch der liebenswürdige Sportler Hinrich Romeike fehlen, ein Typ der eben nicht mit Sprüchen punktete, sondern mit Fairness, Freundlichkeit und Bescheidenheit. Ein Typ, der eben nicht nur eine "tolle Geländerunde" ritt, sondern "saustark" in der Dressur und "gut" im Springen war! Das alles wird ihn auf ewig unterscheiden von einigen "selbsternannten" Kaderreitern die da mal wieder in Luhmühlen in diesem Jahr durch den Busch "bretterten" . Danke Marius, Danke Hinrich! Ich wünsche es besonders unserem Michael Jung, die Nachfolge von "Super Marius" und Hinrich Romeike anzutreten. J. Lindner |
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