Montelibretti 2011:
Battenberg und Cadgold rollen das Feld auf
Der frühere Olympiareiter Bodo Battenberg hat im Sattel von Cadgold xx die lange Zwei-Sterne-Prüfung im italienischen Montelibretti gewonnen – in einer beispiellosen Aufholjagd.
Im CCI 2* lag Bodo Battenberg am Freitag trotz einer soliden Leistung in der Dressur unverständlicherweise mit 59 Punkten noch auf dem letzten Platz. Am Samstag meisterte er mit Cadgold xx das anspruchsvolle Cross dann als einziger in (und sogar geschlagene 10 Sekunden unter) der Zeit. Damit lag er mit 0,2 Punkten Rückstand auf Evelina Bertolli (ITA) auf Leitrim Orient Express auf dem zweiten Platz.
Im Parcours blieb der kleine Vollblüter ebenfalls null, während Leitrim Orien tExpress einen Abwurf kassierte. Damit stand das Endergebnis fest: Bodo Battenberg siegt mit Cadgold xx (59,00 Punkte) vor Evelina Bertolli (ITA) mit Leitrim Orient Express (62,8 Punkte) und Mattia Luciano (ITA) auf Santano (81,20 Punkte).
Keiner erreicht Optimum Time
Im CIC 3* konnte leider kein deutscher Starter punkten, dafür aber ein Österreicher. Nach einer guten Dressur lag Harald Siegl mit Nebelwerfer mit 52,90 Punkten noch auf dem dritten Platz. Obwohl er im Cross die schnellste Runde von allen Teilnehmern hinlegte, wurden seinem Konto nochmals 2,8 Punkte hinzugefügt. Damit lag er nun mit guten fünf Punkten vor Fabio Magni mit Loro Piana Southern King. Nachdem Magni im Parcours dann aber einen Abwurf hatte, belegte Harald mit seinem Nebelwerfer trotz zweier Abwürfe den zweiten Platz. Siegreich in dieser Prüfung war Marco Biasia (ITA) mit Gandalf the Grey (57,60 Punkte) vor Harald Siegl (AUT) mit Nebelwerfer (63,70 Punkte) und Fabio Magni (ITA) mit Loro Piana Southern King (64,90 Punkte).
Schweigeminute für Sebastian Steiner
Der CIC 3* war im vergangenen Jahr durch den tragischen Unfall von Sebastian Steiner überschattet worden. Sein Vater Christian hat für den diesjährigen CIC 3* einen Ehrenpreis zum Gedenken an seinen Sohn gestiftet. An den Sieger wurde er von einem guten Freund Sebastians, Harald Siegl, überreicht. Es wurde eine Email vorgelesen, in der Christian Steiner bedauerte, dieses Jahr noch nicht selbst anwesend sein zu können. Er bedankte sich ausdrücklich für die große Anteilnahme. Zur Erinnerung an Sebastian Steiner legten Reiter, Offizielle und das Publikum eine Schweigeminute ein.
Bericht: Kathie Beilner
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