Frank Ostholt verletzt
Schlüsselbeinbruch am Coffin in Luhmühlen
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Frank Ostholt ist beim Geländetraining in Luhmühlen gestürzt und hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Nach Informationen von buschreiter.de geht es dem Championatsreiter nach einer Schulteroperation vergleichsweise gut – Mitte April sollen wieder Turnierstarts möglich sein.
Es passierte am Montag (21. März) bei der letzten Trainingseinheit vor Fontainebleau im Cross in Luhmühlen: Frank Ostholt und Mr. Medicott kamen beim Coffin-Aussprung zu Fall; der Reiter stürzte dabei auf die rechte Schulter, wie Bundestrainer Hans Melzer auf Anfrage von buschreiter.de berichtete. Mr. Medicott blieb bei dem Ausrutscher unverletzt. Später sollte sich herausstellen, dass sich Ostholt das rechte Schlüsselbein gebrochen hat.
Postwendend in die Klinik
Ein Profi ist hart im nehmen: Frank Ostholt wollte trotz der schweren Verletzung tatsächlich seinen Trainingsritt fortsetzen, ließ sich dann doch von Hans Melzer davon überzeugen, dass eine ärztliche Untersuchung sinnvoll wäre. Der Bundestrainer fuhr Frank Ostholt nach Hamburg-Harburg zu Mannschaftsarzt Dr. Manfred Giensch. Noch am Montag wurde der Championatsreiter in der Helios-Klinik operiert. Er wird voraussichtlich schon am Mittwoch das Krankenhaus verlassen und nach Warendorf zurückkehren.
Günstige Prognose
Dr. Giensch stellte gestern nach der Operation eine günstige Prognose für die Wiederherstellung des Top-Reiters: Mit Hilfe der eigens für verletzte Reitsportler entwickelten Spezialweste können die Jockeys sehr bald wieder in den Sattel steigen. Diese Weste schränke zwar die Bewegungsfährigkeit im Schulterbereich etwas ein, ermögliche aber den Patienten eine frühe Rückkehr in den Sport, so Dr. Giensch.
Diese Weste hat unter anderem Andreas Dibowski und Elmar Lesch bei einschlägigen Unfällen geholfen, in kurzer Zeit wieder Turniere bestreiten zu können.
Ab Mitte April in der Startbox
Einen Turnierstart Ostholts in Compiegne (7. bis 10. April) hält der Mediziner für wenig wahrscheinlich. Mitte April allerdings könne der Championatsreiter wieder antreten. Bange Frage nach einem vielleicht gefährdeten Start beim CCI**** in England: "Ich denke, Badminton ist möglich."
Das Lager der Top-Paarungen der deutschen Mannschaft im EM-Jahr hat auch einen vierbeinigen Patienten aufzuweisen: Dirk Schrades King Artus hat sich beim Transport nach Portugal verletzt und erscheint damit auch nicht auf der Badminton-Nennungsliste.
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