Ingrid Klimke:
Deutschlands zweite Reitmeisterin gekürt
Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke ist in Münster mit dem selten verliehenen Reitmeister-Titel ausgezeichnet worden.
Das geht aus einer Pressemitteilung der FN hervor. Sie ist damit die zweite Frau, die diesen Titel tragen darf. Vorher hat Dagmar Krech (Neumarkt/Oberpfalz) diese Auszeichnung 1992 erhalten. Olympiasieger Hinrich Romeike bezeichnete Ingrid Klimke als "Ikone des Reitsports", die diesen in allen drei olympischen Disziplinen auf Spitzenniveau zu interpretieren verstehe.
Der Titel „Reitmeister“ wird auf Vorschlag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) oder eines ihrer Mitgliedsverbände für herausragende Leistungen im Sattel, langjährige herausragende Ergebnisse als Ausbilder von Spitzenreitern und -pferden sowie für nachahmenswertes Engagement für den Reitsport verliehen.
Die Tochter des legendären Dr. Reiner Klimke ist vierfache deutsche Meisterin in der Vielseitigkeit und hat an drei Olympischen Spielen teilgenommen: Sydney und Athen (wo sie zu den Mannschaftsolympiasiegern der Herzen gehörte und die Medaille nur durch juristische Winkelzüge am grünen Tisch verlor) sowie Hongkong (wo sie Mannschaftsolympiasiegerin wurde).
Im Jahr der Mannschaftsweltmeisterschaft in Aachen 2006 belegte sie beim Klassiker in Badminton mit dem 2. Platz mit Sleep Late die höchste Platzierung, die ein deutscher Reiter dort je erreicht hat.
Parallel dazu machte sich Ingrid Klimke auch im Dressursattel einen Namen. Acht Dressurpferde bildete sie für den internationalen Sport aus. Es gehöre zu ihren Stärken, "Rat anzunehmen und in Erfolg umzumünzen", sagte Laudator Hinrich Romeike.
Insgesamt gibt es in Deutschland 23 noch lebende Reitmeister, außerdem fünf Fahr- und vier Voltigiermeister.
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