Goldene Schärpe 2011
Hannoveraner Nachwuchs oben auf dem Treppchen
Die Mannschaft des ZRFV Lützow Selm-Bork-Olfen hat bei der „Goldenen Schärpe“ der Ponyvielseitigkeitsreiter in Olfen-Vinnum nur knapp einen Heimsieg verpasst - wie von buschreiter.de am Sonntag schon berichtet. Mit 467,3 Punkten musste sich die Mannschaft von Christa Dahlkamp (Selm) dem Team I des Landespferdesportverbandes Hannover geschlagen geben (470,3). Auf dem dritten Platz landete das Quintett des RV Saerbeck (462,9).
Die fünf Siegerinnen selbst waren am meisten von ihrem Triumph überrascht und prompt flossen bei der Ehrung ein paar Freudentränen. Denn erst in der letzten von insgesamt fünf Teilprüfungen, dem Geländeritt, war die Entscheidung zugunsten der Hannoveraner gefallen.
Trotz teilweise heftigen Regens zeigte das Quintett – Felicia von Baath (Salzhausen) mit Crazy Blaze, Lena Saxe (Egestorf) mit HET Golden Luck, Leyla Laura Günaldi (Salzhausen) mit Bocelli-Leon, Jeannine Elisa Marie Zöbelein (Schenefeld) mit Franka und Rhea Marie Matthies (Lüchow) mit Donald – durchgehend gute Leistungen in in dem 1.300 Meter langen Gelände mit seinen 14 Hindernissen. Die Ergebnisse fielen, da fünffach gewertet, besonders schwer ins Gewicht. Daher zahlte es sich aus, dass bis auf Lena Saxe alle eine Note von 8,0 und besser nach Hause brachten.
Besonders gut gefiel den Richtern die Vorstellung von Leyla Laura Günaldi, der sie viel Übersicht und eine gute Vorbereitung beim Anreiten der Sprünge bescheinigten. Für die „tolle Runde“ gab es die 9,0, womit sich die Enkelin des früher selbst erfolgreichen Vielseitigkeitsreiters Rolf Seidel in die Medaillenränge vorarbeitete. Sie erhielt Bronze in der Einzelwertung.
Noch höher kletterte die 14-jährige Julia Rieth (Meyn) vom Team Schleswig-Holstein I dank ihres souveränen Geländeritts. Im Sattel des erfolgreichen achtjährigen Springponys Maddox, der in diesem Jahr seine erste „Buschsaison“, bestreitet, erzielte sie im Gelände die Höchstnote von 9,4 und rückte damit 13. Platz auf den Silberrang vor.
Am Sieg von Johanna Hölscher (Emsdetten), die für das Team des RV Saerbeck am Start war, war allerdings nicht zu rütteln. Von Beginn an dominierte die 14-Jährige, die Anfang August bereits das Bundesnachwuchschampionat gewinnen konnte, das Starterfeld. In Theorie und Vormustern gab es jeweils die 8,5, zusammen mit Rieth holte sie die Bestnote 8,5 in der Dressur, kam auf die Note 7,8 im Springen und verpasste im Gelände nur knapp ein „Sehr gut“ (8,7).
Nur drei Zehntel fehlten am Ende Liv Johanna Schmidt (Selm) mit Antonella D vom gastgebenden Verein zu einer Medaille in der Einzelwertung. Zusammen mit Lennart Haschmann (Selm) mit Abrisco D, Marie Fünftmann (Recklinghausen) mit Noblesse Stella, Lisa Rademacher (Selm) mit Comtess Chiquita, Luisa Sophie Welsch (Selm-Cappenberg) mit Arabella D durfte sie sich allerdings die Silbermedaille umhängen lassen.
Besonderes Pech hatten dagegen die Reiterinnen aus Baden-Württemberg. Sie nahmen bis zum Geländeritt zielstrebig Kurs auf eine Medaille, allerdings schieden drei von ihnen im Kurs aus, darunter auch Ann-Christin Leeser (Urspring), mit Valinor bis dahin auch Platz zwei der Einzelwertung gelegen hatte.
Insgesamt bewarben sich 20 Teams aus ganz Deutschland um die „Goldene Schärpe 2011“, die in diesem Jahr auf dem Turniergelände in Olfen-Vinnum ausgetragen wurde. Dazu kamen weitere neun Mannschaften, die an den Bundesponyspielen teilnahmen. Hier siegte das Team des RFV Leer-Bingum mit Jennifer Hoemske mit Jolly Kör, Jana Wissmann mit Tanja, Maxine Voss mit Melody und Emily-Lou Jessing mit Danza.
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