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Patzer aus Luhmühlen wieder ausgebügelt: Michael Jung und Leopin haben die Weltcup-Prüfung in Strzegom gewonnen (Foto Julia Rau)

Strzegom 2011

Weltmeister Jung schlägt sich selbst im Weltcup

Die deutschen Top-Vielseitigkeitsreiter dominierten den internationalen Mega-Event im polnischen Strzegom: Heimische Paare siegten in insgesamt vier von fünf Sterne-Prüfungen. Wieder einmal schlug Weltmeister Michael Jung sich selbst: In der Weltcup-Drei-Sterne-Prüfung gab er mit Leopin seinem WM-Siegerpferd Sam das Nachsehen.

Ein Abwurfs Sams im Parcours und 1.2 Zeitfehler im Cross gaben am Ende den Aussschlag, dass Dressursieger La Biosthetique Sam sich mit dem 2. Platz begnügen musste. Dafür konnte sich Leopin in Strzegom rehabilitieren, nachdem dem Paar bei der Deutsche Meisterschaft in Luhmühlen spätestens am Jeep-Teich der Gang herausgesprungen war, die Sprünge nicht mehr so harmonisch aussahen und es am Coffin einen argen Rumpler auf der Grasnarbe gegeben hatte. Jetzt in Polen beendete das Paar als einziges die Weltcupprüfung mit seinem Dressurergebnis (42,4).

Deutsche Erfolge am Fließband

Einen Abwurf leistete sich auch der Luhmühlen-Sieger Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Fantasia (55,0) und schloss damit auf Platz vier hinter Jung und dem Japaner Yoshiaki Oiwa mit Noonday de Conde ab (53,2).

Bemerkenswert war auch der 7. Platz des "Working Riders" Robert Sirch mit Killcross im Weltcup-CIC*** und Rang 16 für den Deutschen Meister Andreas Ostholt mit Rainman.

Zwei überflüssige Verweigerungen

Und so ging es dann mit den deutschen Erfolgen munter weiter. Am meisten durcheinandergewirbelt wurden die Ergebnisse im CCI***. Auch hier standen die Aktien für Deutschland zunächst gut, nachdem mit den beiden in Warendorf ansässigen Reiterinnen Bettina Hoy mit Lanfranco TSF und Julia Krajewski mit After the Battle zwei deutsche Paare die Führung in der Dressur übernommen hatten. Im Gelände kassierten beide allerdings je 20 Strafpunkte für eine Verweigerung, Krajewski am ersten Wasserhindernis, Hoy gegen Ende des Kurses an einer "Häuser"-Kombination.

Lesch und Lanzelot bestes deutsches Paar

Dank des schnelleren Ritts landete Julia Krajewski trotz eines Abwurfs im Springen noch auf Platz zwölf (75,6). Bettina Hoy beendete das CCI*** mit einer Nullrunde im Springen und wurde 15te (82,0). Als bester Deutscher belegte Elmar Lesch (Bavendorf) mit Lanzelot Platz drei (54,3) hinter Elaine Pen (Niederlande) mit Vira (46,0) und Peter Flarup (Dänemark) mit Calista E (52,8).

Krajewskis Zwei-Sterne-Sieg

CCI**: Was ihr im CCI*** nicht vergönnt war, klappte im CCI**. Im Sattel von Lost Prophecy gelang Julia Krajewski dank eines fehlerfreien Geländeritts ein Start-Ziel-Sieg. Lediglich im Springen fiel einmal die Stange (52,1). Damit beendete sie die Prüfung vor ihrem Perspektivgruppenkollegen Benjamin Winter (Warendorf) mit Woolpit Amble (52,0). Dritter wurde der Brite Oliver Townend mit Arctic Mouse vor einem weiteren deutschen Paar, Dirk Schrade mit Play the Joker (53,1). Einen vorderen Platz sichern konnte sich auch Franca Lüdeke aus Bonn. Mit Parlando, der sich kurz vor dem Preis der Besten verletzt hatte und für Warendorf und die DJM in Krusemark ausfiel, beendete die Junge Reiterin die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis (57,9). Sie wurde Sechste.

Deutsche Dominanz

CIC* und CIC**: Bereits am Samstag gingen die CIC*- und CIC**-Prüfung zu Ende. Auch hier gab es deutsche Sieger. Im CIC* hieß dieser Andreas Dibowski. Er brachte die sechsjährige Eskudo I-Tocher Eskadia an den Start, im vergangenen Sechste beim Bundeschampionat in Warendorf, und beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 47,80 Minuspunkten. Ebenfalls mit weißer Weste kamen Michael Jung mit Rocana (52,2/Platz sechs) und Benjamin Winter mit Ispo (54,4/Platz zehn) aus Parcours und Gelände. Noch vor Jung und Winter rangierten allerdings die bayerischen Eventer Alfred Bierlein/Indurain (4.) und Simone Hirtreiter/Kimara (5.).

Im CIC** hatte Dirk Schrade mit Under Suspection (46,7) die Nase vor dem aktuellen Deutschen Meister Andreas Ostholt (Warendorf) mit Castell (49,7). Und auch in dieser Prüfung mischte Weltmeister Michael Jung vorne mit. Er belegte mit Halunke FBW den vierten Platz (53,7).

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