iWESTAlpenCup2012 BannerlangNeu2
stolleneqiu
bannerwzpbuschreiterwinter2011kl

Sicherheitsdiskussion:

Christian Steiner:Jeder Unfall einer zu viel

Gut ein Jahr nach dem tödlichen Unfall von Sebastian Steiner bei einer Drei-Sterne-Prüfung in Italien geht die von buschreiter.de angestoßene Sicherheitsdiskussion weiter: Nach der Mutter des Verunglückten und dem ehemaligen Olympiareiter Dr. Alfred Schwarzenbach aus der Schweiz meldet sich nun auch der Vater von Sebastian Steiner, Christian Steiner – bis vor kurzem selbst aktiver Vielseitigkeitsreiter –, zu der Frage abwerfbarer Hindernisse zu Wort. Derweil findet gegenwärtig aus deutscher Sicht die Debatte nur in anonymen Internetforen statt. Bisher haben sich weder Aktive aus dem deutschen Spitzensport noch Offizielle der FEI oder der FN zu dem Thema geäußert.

Buschreiter.de veröffentlicht hier die Stellungnahme von Christian Steiner unverändert im Wortlaut:

"Ich war bis zum Sturz meines Sohnes über 25 Jahre ein passionierter Amateur – Vielseitigkeitsreiter, der mit mehreren Pferden bis CCI** und mehrfach bei der EM der ländlichen Reiter geritten ist. Ich habe diesen Sport nicht wegen der drohenden Gefahr ausgeübt, sondern wegen der Faszination, mit ein und dem selben Partner Pferd Dressur, Gelände (früher auch mit Rennbahn) und Springen zu trainieren und im Wettkampf zu bestreiten. Mir war mehr oder weniger die Gefährlichkeit des Geländerittes bewusst und bin deshalb immer ein Klasse niedriger als evtl. möglich geritten, um nur kein zu großes Risiko einzugehen.

Meine Pferde und ich haben natürlich auch Fehler im Gelände gemacht, oder mein Pferd rutschte vor/im Absprung aufgrund der Bodenverhältnisse aus. Ich hatte oft Glück, aber natürlich auch Stürze, weil das Hindernis natürlich nicht gefallen ist, wie im Parcours. Trotzdem habe ich in der Jugend mehr riskiert, als in den letzten Jahren. Und so wird es vor allem die Jugend, die ihr ganzes Leben noch vor sich hat,  immer machen.

Darum müssen wir und alle Verantwortlichen alles Menschenmögliche unternehmen, um schwere oder gar tödlich Stürze, auch bei Fehlern von Reiter oder Pferd, zu vermeiden, auch wenn immer ein Restrisiko bleiben wird.

Ich glaube nicht, dass durch abwerfbare Hindernisse eine Klassierung schwerer möglich ist. Aber ich bin sicher, dass durch abwerfbare Hindernisse im Gelände kaum noch schwere oder gar tödliche Unfälle passieren werden.

Der Hindernisbau hat sich in den letzten Jahren verbessert, aber es gibt leider immer noch Geländebauer, die selbst nicht oder wenig geritten sind und daher auch nicht wissen können, wie ein Pferd einen Sprung annimmt bzw. überwindet. Von den Abmessungen her auf A- od. L-Niveau angepasste 3*- oder 4*-Hindernisse sind zwar meist schön anzusehen, aber in den Klassen A und L trotzdem fehl am Platz. Hier starten meist unerfahrene Pferde und/oder Reiter, die alleine aufgrund der Optik oder der technischen Anforderungen dieser Sprünge oft überfordert sind.

Beim Hindernisbau im Gelände lässt sich aber auch auf dem Kontinent noch einiges zu verbessern, um die Gefahr der gefährlichen Überschläge zu minimieren. So war ich heuer in Badminton, wo im Vorfeld auch eine A- und L-Prüfung ausgetragen wurde. Selbst in diesen Klassen waren alle Sprünge, bei denen es technisch machbar war, mit einer Sollbruchstelle ausgestattet. Um dies auch in unseren Landen umzusetzen, sind natürlich auch die nationalen Förderationen gefragt, um die Kosten für die Veranstalter im Rahmen zu halten.

Bei allen anderen Sprüngen waren sowohl Absprung als auch Oberkante der Sprünge sehr deutlich markiert und damit für das Pferd klar ersichtlich, oder die Sprünge waren so „rund“, dass das Pferd auch bei einem Fehler leicht darüber rutschen konnte, und die Hochweitsprünge (z.B. Tische) waren an der Hinterkante höher als an der Vorderkante und mit Hecken.

Natürlich sind auch die Richter enorm gefordert, da sie z.B. noch vor Ort auch veranlassen können, dass Sprünge mit meist geringem Aufwand optisch für das Pferd besser einschätzbar werden und dadurch das Sturzrisiko vermindert wird.

Ich halte es mit Harald Ambros, dass müde oder unkontrollierbare Pferde, unabhängig von Rang und Namen des Reiters, und überforderte Reiter unverzüglich aus dem Bewerb genommen werden müssen, um tragische Unfälle von Pferd und Reiter weitestgehend zu vermeiden.

Oft wird auch gesagt, dass in anderen Sportarten viel mehr schlimme Unfälle passieren als in der Vielseitigkeit. Aber jeder einzelne schwere Unfall oder gar Tote ist einer zu viel!

Die Faszination dieser Sportart liegt sicher nicht in der Gefahr oder dem Risiko, dass man als Reiter eingeht!

Ihre Meinung zum Thema?

Bannineu2012a1

Startseite

Pferdemarkt

Paddock-Immo-Seite

Reiter und Pferde

Events 2012

isf5
topsales12b
boeltingvideo

Videoarchiv

Ausschreibungen

Stellen

Pinwand

Kurse

Deckanzeigen

Geländestrecken

Links

FEI-Registrierung

Medical Card

Kontakt/Impressum

EM 2011

WM 2010

EM 2009

Olympia 2008

EM 2007

WM 2006

EM 2005

Olympia 2004

EM 2003

WM 2002

EM 2001

Olympia 2000

Archiv 2011

Archiv 2010

Archiv 2009

Archiv 2008

Archiv 2007

Archiv 2006

Archiv 2005

Archiv 2004

Startseite

renswoude
luhmuehlenbuschreiterbanner1a1a1a1a
course3b1
Radolzell2a
Banner225x250b1
eventingart2a
Neu1a
Neu2a1
pferdiabanner1a1b1a1a1
moenchshofde1b1a1a1a1
moenchshofde1a2a1a1a1
Webbanner225x250Animation1a
BannerHorseRider1a1a1b1a1a1
Banner1a3b1a1a1
Soederhof1b1a1a
bannerrau2a1a1
BanniRPSicherheitswesten1a1a1
pferdiabanner1a1a1a1a1a1
LOGOGestutHeidekaten1a1a1a1a
BannerZehekleinKopiea2a1a1a1
logoa1a2a1a1a1
logoa1b1a1a1a
bannerrau1a1a1a
Soederhof1a2a1a1
Banner1a2a1a1a
logoa1a3a1a1a
BannerHorseRider1c1a1a1a
luhmuehlenbuschreiterbanner1b1a1a1
Banner1a1a1a1a1a
LOGOGestutHeidekaten1b1a1a1
logoa1a1a1a
BannerZehekleinKopiea1a1a
Soederhof1a1a1a
eventingart1a1
Banner225x250a1a
Radolzell1a1
course3a1a
bannerboelting225a1
topsales12a